Mini-Z Tutorials

Standard Motoren einlaufen

Die Stock Klasse ist in der Mini-Z Szene regelrecht explodiert. Um alles aus dem Motor herauszuholen erklärt C. Tabusch hier, wie er seine Motoren einlaufen lässt.

Geschrieben von Klaus Weitzel (kweitzel) am 02.08.2010

Original von Cristian Tabush (Reflex Racing USA), übersetzt von Klaus Weitzel


Die Stock Klasse ist in der Mini-Z Szene regelrecht explodiert. Immer weniger Fahrer sind an den schnellen Fahrzeugen der Modified Klasse interessiert wo eine Menge von Ihnen mehr damit beschäftigt sind, das Fahrzeug innerhalb der Streckenbegrenzung zu halten und damit weniger Zeit haben gegeneinander zu fahren. Mit Stock Motoren ist dasRennen sehr viel ausgeglichener und die Motoren sind langsam genug so daß die Fahrzeuge kontrollierbar bleiben, also hilft jedes bisschen was man finden kann.

Eines der wichtigsten Teile beim Stock Fahrzeug ist ganz klar der Motor. Aber da jeder den gleichen Motor fährt müssen wir andere Wege (als Tuning und Übung) finden um das Fahrzeug ein wenig schneller als das der anderen zu machen. Also haben wir uns drangemacht Euch einen möglichen Weg aufzuzeigen, in dem man den Motor richtig einlaufen lässt.

Hier sind unsere Werkzeuge und Materialien:

  • Modellbaumesser
  • Reflex Racing "White Stuff"
  • Schraubendreher
  • Motor-Einlaufstand (alternativ eine Bohrmaschine)
  • Lötkolben
  •  Kommutator Flüssigkeit
  • Elektromotor Reiniger
  • Stromquelle (2V ist ideal)
  • der Motor (selbstverständlich)

Als erstes müssen wir die Bürsten entfernen. Wir wollen die Gleitlager einlaufen lassen, ohne die Bürsten zu kontaminieren. Dazu werden als erstes die beiden Kondensatoren mit dem Lötkolben vom Motorengehäuse gelöst.

  

Bitte dabei nicht vergessen, es auf beiden Seiten zu tun!

Mit einem Schraubendreher könnt Ihr jetzt die Bürstenhalterungen vorsichtig heraushebeln. Bitte wirklich vorsichtig dabei sein, Ihr wollt die Halter nicht verbiegen!

Sobald die Bürsten von der Endglocke losgemacht sind, sind Sie sehr leicht rauszunehmen.

So sollte Euer Motor jetzt aussehen.

Jetzt braucht Ihr das weisse Zeug "White Stuff", welches extra zum einlaufen von Gleitlagern gedacht ist.

Setzt einen guten Tropfen von dem Zeugs auf beide Enden des Motors.

Jetzt installiert Ihr den Motor auf Eurem Einlaufstand oder in Eurem Dremel und macht Euch fertig das Ding ein wenig laufen zu lassen. Typischerweise wollt Ihr diesen Arbeitsgang aber nicht für mehr als 10 Minuten machen, da dieses "White Stuff" Zeugs sehr stark scheuert und Ihr damit die Gleitlager zu stark ausschleifen könnt. Dann läuft der Motor nicht besser sondern sogar schlechter.

Wenn Ihr damit durch seid und der Motor wieder vom Einlaufstand herunter ist, ist es Zeit den Motorreiniger zu nehmen und Tonnen davon durch die Lager zu sprühen. Es müssen wirklich alle Reste dieses "White Stuff" aus den Lagern entfernt sein.

Achtet wirklich darauf, beide Seiten gründlich zu spülen um auch das letzte Korn rauszubekommen, ansonsten leidern Eure Motorlager sehr schnell aus.

Jetzt sollten die Motorbürsten wieder im Gehäuse installiert werden, da diese jetzt einlaufen müssen. Das kann eine Weile dauern.

Der Motor gehört jetzt wieder in den Einlaufstand oder den Dremel. Wenn Ihr nicht 2 Stunden Zeit und Lust habet, den Dremel zu halten, solltet Ihr wirklich ein einen zuverlässigen Motoreinlaufstand investieren oder Euch einen bauen.

Nehmt Euch jetzt die Kommutator Flüssigkeit und setzt einen Tropfen auf die beiden Endglocken. Ihr wollt wirklich kein Öl dafür nehmen, da dieses an den Büsten vorbeiläuft, den Motor selber verunreinigt und damit dann die mögliche Leistung versaut.

Wenn Ihr Euche diese Bürste anschaut sieht die schon fast fertig aus, aber weit gefehlt. Und dies nach einer Stund einlaufen ...

So sollte eine Bürste aussehen, die fertig eingelaufen ist. Und dies hat nur eine Stunde und 45 Minuten gedauert.

Jetzt ist es wieder Zeit für den Motorenreiniger. Reinigt beide Bürsten gründlichst mit dem Reiniger um die Kommutator Flüssigkeit restlos zu entfernen.

Jetzt ist es auch schon wieder Zeit den Motor zusammenzubauen. Lötet die Kondensatoren wieder an das Motorgehäuse.

Und wieder daran denken, dies auf beiden Seiten zu machen!

Jetzt kann der Motor wieder gut gefettet werden und Ihr seid fertig. Alles in allem sollte dieser Prozess nicht länger als zwei einhalb Stunden dauern. Es ist eine nervtötende Arbeit, aber das Endergebnis ist den Aufwand wert.

 

 

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